Sin & Punishment 2 – What a piece of…

Sin and Punishment 2

Bei Ankündigung und ersten Screenshots war ich echt begeistert, was da mit Sin & Punishment: Successor of the Skies auf den Wii-Benutzer zukommt. Nachdem ich vor einer Weile durch eine glückliche Fügung das Game in meine Sammlung aufnehmen durfte und ein recht lange gezockt habe, bin ich doch mehr als ernüchtert… Sin & Punishment ist ein stumpfer Railshooter mit futuristischem Setting. Klingt ganz gut. So für zwischendurch. Aber zwischendurch will man dann auch mal einfach ein wenig entspannen. Wem das ähnlich geht, der sollte sich definitiv nicht an diesem Spiel versuchen. Ich habe lange nicht so viel Frust erlebt, wie heute.

Wie fast jedes Game, was nicht außerordentlich gut ist, hab ich dieses hier auch angefangen, als ich es bekam, und dann lag es rum. Gestern dachte ich mir, ich bring es zu Ende, weil ich eh im vorletzten Level war (6 von 7). Soweit auch in Ordnung. Wie gewohnt bin ich unzählige Male verreckt und hab mich über den beschissenen Game-Over-Jingle aufgeregt, den anderen Games bei einem Sieg über starke Gegner abspielen würden, erfreue mich aber an den tausend Effekten und der leichtgängigen Steuerung. Ich wusste aber direkt wieder, warum ich es so lange nicht angerührt hatte. Man läuft über einen Zug und muss Waggons abkoppeln. Dabei muss man allerhand Gegner niedermähen und darf sich nicht zu lange in der Luft befinden, weil der Zug sonst davon saust. Super. Das hatte ich aber erst geschnallt, als ich das Level zum xten Mal gestartet habe und mir irgendwann der kleine Timer aufgefallen ist und dass mein Char etwas sagt. Fällt durch das ganze Umherfliegen von Geschossenen nur schlecht auf. Gamedesign from Hell. Gestern hab ich es dann aber relativ problemlos geschafft.

Da das Game seinen Namen aber verdammt ernst nimmt, werde ich bestraft für meine Sünden. Meine Sünden sind wohl meine zu langsam Reflexe und Koordinationsschwierigkeiten in Verbindung mit Gamedesign from Hell. Tode über Tode bei Bossfights. Game-Over-Jingles bis zum Erbrechen. Aber irgendwie… Irgendwie hab ich es doch geschafft, bis zum Endgegner vorzudringen. Zumindest bis zur ersten Form, wenn ich das vorhin richtig im Netz gelesen habe. Nun gut. Wie üblich dutzende, wenn nicht hunderte Male verreckt. Wer mit Bullethell etwas anfangen kann, der darf sich vorstellen, warum. Man darf sich nicht zu oft treffen lassen, aber ausweichen ist in den seltensten Fällen möglich. Treffer über Treffer steck ich ein. Immer weiter leert sich mein Gesundheitsbalken. Tot. Mal wieder. Yippie! Tot sein ist toll. Nicht. Das Schlimme daran ist nicht mal, dass ich dauernd sterbe, sondern dass ich in jedem vorherigen Kampf, in denen ich meist auch öfter gestorben bin, letztendlich einen Weg fand, zu gewinnen. Beim Endboss nicht. Der lässt mir keine Chance. Ich werde beschossen, beschossen, beschossen. Ich nehme Schaden, verrecke, komme wieder und alles geht von vorne los. Frust macht sich breit. Großer Frust. Ich hätte am liebsten irgendetwas zerstört.

Wie kann man nur so einen Schwachsinn programmieren? Muss man der übelste Pro-Gamer sein, um den Arsch zu besiegen? Darf ich als mittelmäßiger Rail-Shooter-Wasauchimmer nicht den Abspann sehen? Ich spiele auf NORMAL, verdammt! Ich gehe davon aus, normal ist machbar, deswegen wähle ich nicht leicht. Ist natrlich auch möglich, dass ich einfach brutal schlecht bin, ich gehe aber davon aus, die Kämpfe sind einfach brutal unfair, brutal hart. Mir ist jedenfalls die lust gänzlich an dem Scheiß vergangen und das, obwohl es an sich ein solides Game ist. Sobald allerdings alles in Frust umschlägt, ist ein Spiel für mich gestorben. Vorerst zumindest. Vielleicht versuch ich mich im leichteren Modus noch mal daran, um wenigstens sagen zu können, ich hab es durchgespielt…

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  1. Abteilung Müll » Sephix.eu

2 Kommentare

  1. Ein ähnliches Erlebnisse hatte ich mit „Halo Reach“, ganz anderes Genre, zugegeben. Bisher hatte ich Halo imemr auf Leicht und mit Halo 3 auf Normal das Teil angegangen. „Halo Reach“ wollte ich fordernd, also der zweithöchste Schwierigkeitsgrad, also „Heldenhaft“ eingestellt. Heidewitzka! An der (vor)letzten Mission habe ich fast drei Stunden gesessen (also soviel, wie man braucht, um die ganzen „Call of Dutys“ durchzuspielen ^^), verrecken, neue Strategie und weiter gehts. Dank guter KI und sehr gutem Spieledesign aber insgesamt sehr motivierend.

    Ich kann mir vorstellen, wie frustrierend das sein muss, wenn man Mal um Mal verreckt, ohne dass es an einem selbst liegt. Da hilft alles nichts, wenn das Spiel so theoretisch fast unspielbar wird. Stolz runterschlucken, einen Schwierigkeitsgrad tiefer einstellen und weiter gehts. Das Spiel genießen, ohne sich zu sehr selbst zu geißeln. Vorausgesetzt, es ist möglich, eine leichtere Stufe auszuwählen. Falls nicht: you’re screwed!

    Ich liebäugle mit „Deadly Premonition“, ein trashiges Game, das im Humor einzigartig ist, aber in der Steuerung allerdings so komplett versagt, dass man es vielen Quellen zufolge nur auf „Easy“ wirklich gut spielen könnte.

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    • Das Problem ist, ich hab in einem Video gesehen, dass es möglich ist. Das sah bei demjenigen sogar relativ einfach aus. Ich komm aber absolut nicht dahinter, was ich so gravierend falsch mache.

      Ob ich den Schwierigkeitsgrad für das Level anpassen kann, hab ich noch gar nicht nachgeguckt. Der Frust sitzt noch zu tief… :/

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