Warum blogge ich?

Blogger

Gl0rfindel hat in Webs Blog eine recht interessante Frage aufgeworfen: Wieso eigentlich bloggen? Eine Frage, die ich mir auch schon das ein oder andere Mal gestellt habe.

Es gibt ja viele Arten von Bloggern und manch einer versucht die mehr oder weniger aufzuzählen, wie z.B. in dieser Liste, die ich spontan durch Google gefunden habe. Wenn ich mir das so durchlese, fällt es mir verdammt schwer, mich selbst irgendwo einzuordnen, aber Schubladendenken ist auch scheiße ;)

Aber wenn ich so richtig drüber nachdenke, warum ich blogge… So ganz genau weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Die Idee zum Bloggen kam eigentlich spontan, u.a. auch durch den Pantsu, der das kurzerhand vor mir machte (würde ich aber nie zugeben). Jedenfalls, wenn ich richtig angestrengt nachdenke, liegt es vermutlich daran, dass ich recht gern schreibe. Was ziemlich wunderlich ist, da ich in Deutsch immer die letzte 0 war. Nicht grammatikalisch oder so, sondern ich kriegte es einfach nie auf die Reihe, das aufs Blatt zu zaubern, was diese ominösen Lehrer lesen wollten. Nennt man wohl auch Fail. Aber jedenfalls schreib ich halt gerne über die Dinge, die mich interessieren. Schließt mein Real Life also schon mal aus und Games ein.

Dazu kommt wohl auch, dass mir im Freundeskreis die Leute fehlen, mit denen ich über bestimmte Dinge quatschen kann. Fast alles PC-only- oder HD-Konsolen-Zocker. Kenn ich mich zwar auch noch mit aus, aber wenn mich wer zulabert, wie toll God of War 3 doch ist und mir da einen von erzählt, ist mir das schlichtweg scheißegal. Obwohl Diskussionen ja meist so ablaufen, dass einer dem Scheiß des anderen zuhört, obwohl es ihn rein überhaupt gar nicht interessiert.
Jedenfalls würde ich viel lieber mit Leuten über Games reden, die auch das zocken, was ich zocke. Dann machen Gespräche auch Sinn. Oft haben diejenigen, die sich in meinem Umkreis darüber unterhalten, einen sehr beschränkten Horizont. Zu einem Thema diesbezüglich hab ich mich schon mal ausgelassen.
Aber gut, um den Mangel an wirklich gleichgesinnten Freunden (mehr Liebe für die Wii und RPGs!) auszugleichen, gab es für mich die Foren. Was das Problematische ist, hab ich auch schon mal in einem Text angedeutet. Da fällt diese Variante auch irgendwie raus; auch weil es in Foren für viele unmöglich ist, längere Texte zu lesen. Was bleibt ist der Monolog in Form von Blogposts, in denen ich mich über diverse Dinge auslassen kann und auf die ich auch gerne mal interessante Kommentare bekomme.

Im Prinzip leb ich mich hier also aus, wenn ich schreibe, weil im Real Life die Leute für Diskussionen zu solchen Themen fehlen und ich über das Internet Leute erreiche, die auch mal was konstruktives beitragen können, es sich hier also nicht immer nur auf den Monolog beschränkt.

Manchmal fällt es doch allerdings schwer, wirklich regelmäßíg zu bloggen. Okay, das ist bei mir eh Utopie, aber teilweise sitze ich wirklich lange an einem Artikel, ändere hier und da was. Mal bleiben welche liegen und Tage später fällt mir dann nichts ein, wie ich an dem Entwurf wieder ansetzen könnte. Und ab und zu fällt es mir sogar schwer, einige Dinge zu schreiben, weil mir partout nichts einfällt. Ich hatte in der Vergangenheit massig Entwürfe, von denen der Großteil im Datennirvana verschwunden ist. Gelöscht wird dann auch schon mal, wenn ich was zu einem aktuellen Thema schreibe und nach zwei bis drei Tagen das nicht fertig habe und mir dann denke, dass es eh nicht mehr aktuell genug ist, um meinen Senf dazu loszuwerden. Ich schreibe daher also schon wesentlich mehr, als der gemeine User hier zu sehen bekommt, und würde auch gerne mehr veröffentlichen (besonders zu einigen Games, die ich noch so rumliegen habe), aber bis dato klappt das nicht immer, aber ich arbeite dran, dass es besser wird ;) Ansonsten mach ich es wie bisher und veröffentliche zu 95 % das, was ich spontan schreibe, ohne große Vorarbeit.

Ich behaupte aber trotzdem weiterhin, dass der Spaß am Schreiben selbst immer noch den Löwenanteil ausmacht. Und so lange ich der Meinung bin, ich sollte den Schwachsinn hier weiterbetreiben, werde ich das auch tun, egal ob ich den eigentlichen Grund fürs Bloggen nun kenne oder nicht. Und nun genug des Bullshits, ich habe eine neue Idee für einen Artikel…

5 Kommentare

  1. Darüber hab ich mir auch schon öfter Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass man die Frage nicht beantworten kann. Man bloggt eben, wenn man ein Mitteilungbedürfnis hat und einen latenten Hang zum Narzissmus, immerhin glaubt man ja, ausgerechnet das eigene Geschreibsel würde jemanden interessieren. Ich blogge auch, weil ich gern schreibe, und mittlerweile habe ich auch den Community-Gedanken erkannt und liebgewonnen.
    .-= Christians last blog: Fünf Gründe, warum ich mein Fahrrad liebe =-.

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  2. Sind wir nicht alle ein bischen Blogger?
    Ich denke, die Liste spiegelt schon ein paar der Gründe ganz gut wieder. Aber eigentlich ist es auch egal, warum jemand bloggt :) Man bloggt weil es einem Spaß macht, fertig. Sonst könnte man jedes Hobby hinterfragen ;) Warum spielen manche Basketball, warum lesen andere lieber Zeitung und warum bemalen andere kleine, überteuerte Figuren und würfeln um den Sieg selbiger…

    Die meisten Gründe werden aber wohl Kommunikation und Spaß am Schreiben sein ^_^
    .-= mattatsus last blog: Von Energie, Autos und Politik…(Teil II) =-.

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  3. @Christian
    Jop, der Communitygedanke dahinter ist eigentlich auch ein Grund.

    @mattatsu
    Stimmt schon, aber es ist halt typisch Mensch, sich über das Warum Gedanken zu machen. Dabei ist letzten Endes doch eh alles sinnlos ;)

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  4. Nachmacher!!!!1111 xD

    Gelöscht wird dann auch schon mal, wenn ich was zu einem aktuellen Thema schreibe und nach zwei bis drei Tagen das nicht fertig habe und mir dann denke, dass es eh nicht mehr aktuell genug ist, um meinen Senf dazu loszuwerden.

    Das kenne ich auch zu genüge diese Problematik^^“

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